Zerreißprobe für die CDU: Wie gefährlich wird die Krise für Merz?
Der Rücktritt von Jens Spahn sollte die CDU beruhigen. Stattdessen hat das anschließende Personalkarussell den Druck auf Friedrich Merz weiter erhöht. Zwar konnte die Unionsfraktion den offenen Bruch vorerst vermeiden, doch das Vertrauen in den Kanzler und Parteivorsitzenden ist sichtbar beschädigt.
Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach spricht von einer "Bewährung auf Probe". t-online Politikchef Christoph Schwennicke fällt ein noch schärferes Urteil: Merz fehle das Gespür für die Mechanik der Politik. "Die politischen Synapsen schalten nicht so, wie sie bei einem Kanzler und Parteivorsitzenden schalten müssen."
Hat Merz seine Autoritätskrise mit der Aussprache in der Fraktion wirklich entschärft oder den Konflikt nur vertagt? Kann er verlorenes Vertrauen zurückgewinnen? Und was bedeutet das Chaos für die anstehenden Landtagswahlen, bei denen die CDU vor allem im Osten massiv unter Druck steht?
Außerdem geht es um die Frage, ob die Brandmauer zur AfD noch funktioniert oder längst das Gegenteil dessen bewirkt, was sie erreichen soll. Reuschenbach und Schwennicke kommen dabei zu deutlich unterschiedlichen Einschätzungen.
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