Zehn Jahre nach Fukushima
Die deutsche Politik ist bis heute von der Reaktorkatastrophe geprägt. Bald muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen.
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Die deutsche Politik ist bis heute von der Reaktorkatastrophe geprägt. Bald muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Karl Lauterbach ist fassungslos. Der Grund ist eine Mitteilung des Landes Brandenburg, welches die sogenannte Notbremse einfach von einer 100er auf eine 200er Inzidenz anhebt.
Der Skandal um Maskengeschäfte von Abgeordneten ist brandgefährlich für die Demokratie.
Mehrere Abgeordnete von CDU und CSU sollen sich schamlos bereichert haben. Die Fälle liefern Einsichten in ein Gefälligkeitsgestrüpp, das Deutschlands Demokratie unterminiert.
35, 50, 100 - immer wieder gibt es neue Inzidenzwerte, die über Öffnen und Geschlossenbleiben entscheiden sollen. Die Politik sendet in der Corona-Pandemie oft unterschiedliche Signale. Das eine in dieser Woche ist: Es gibt eine Strategie für schrittweise Öffnungen – und damit eine Option auf Rückkehr zu einem normaleren Leben. Das andere Signal: Es ist so kompliziert, dass niemand wirklich im Kopf haben kann, was wann wo gilt. Im "Tagesanbruch am Wochenende"-Podcast bringt Marc Krüger zusammen mit t-online-Chefredakteur Florian Harms ein bisschen Orientierung. Beide klären: Was ist das für eine Taktik der Regierenden? Wie kommt die Politik auf solche undurchsichtigen Maßnahmen? Und: Wo steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern?
Außerdem im Podcast: Politik-Redakteurin Camilla Kohrs berichtet von ihrer Recherchereise in die Flüchtlingscamps in Bosnien-Herzegowina. Dort hat sie Geflüchtete nach ihrer Geschichte, ihren Hoffnungen und Problemen befragt. Und sie berichtet, wie es aussieht an der Außengrenze der EU inmitten einer Pandemie – und welche Rolle Deutschland und die EU spielen. Es geht um Europas vergessene Flüchtlinge.
Das träge Corona-Krisenmanagement frustriert viele Bürger, das Vertrauen in die Regierenden schwindet. Vielleicht sind wir selbst schuld daran.
Die Folgen des Bund-Länder-Gipfels: Der Weg aus der Pandemie führt durch ein Labyrinth.
Nach vier Monaten Lockdown haben viele Bürger den Ausnahmezustand satt. Die Mehrheit verlangt Lockerungen. Ein anderer, ebenfalls großer Teil sieht die Öffnungsrufe mit Sorge und fürchtet den Kontrollverlust. Viele Bürger wenden sich genervt von der Politik ab und fragen sich: Warum reden die politischen Entscheider so viel, aber tun so wenig? Ja, warum eigentlich?
Noch nie zuvor hat sich die deutsche Sprache in so kurzer Zeit so stark verändert. Vielleicht zeigt diese große Anzahl an neuen Vokabeln ja auch, worin die Deutschen bis jetzt am fleißigsten waren in der Pandemie: Worte finden.
Auch wenn man das neue 48-seitige "Zukunftsprogramm der SPD" als mutig bezeichnen kann, es ist dennoch zu wenig um Profil zu schaffen.