Angela Merkels Zahlen lügen nicht
Wer das Kanzleramt erobern will, muss sich für Kleingedrucktes interessieren. Es reicht nicht, schöne Worte zu drechseln oder auf den großen Linien der Weltpolitik zu surfen.
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Wer das Kanzleramt erobern will, muss sich für Kleingedrucktes interessieren. Es reicht nicht, schöne Worte zu drechseln oder auf den großen Linien der Weltpolitik zu surfen.
Wir entmündigen uns selbst, wenn wir Wähler den Parteien vermitteln, man müsse uns nur den richtigen Kopf auf der Mattscheibe präsentieren.
Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien: Der Westen sollte drei wichtige Lehren aus seinen desaströsen Abenteuern im Nahen und Fernen Osten ziehen.
Rumwursteln reicht nicht mehr. Die nächste Bundesregierung braucht Tatkraft, Mut – und Strategien gegen mehrere gewaltige Probleme.
Bisher galt der Bundestagswahlkampf als dröge. Jetzt hat die TV-Debatte der Kanzlerkandidaten bemerkenswerte Erkenntnisse geliefert.
Die Union strauchelt: Seit Wochen sinken die Umfragewerte von CDU und CSU. Jetzt ziehen plötzlich die Sozialdemokraten an ihnen vorbei. Könnte die SPD am Ende stärkste Kraft im Bundestag werden? Was hat Olaf Scholz richtig gemacht und was Armin Laschet falsch? Das bespricht Moritz Bailly in dieser Ausgabe vom "Tagesanbruch am Wochenende"-Podcast mit t-online-Chefredakteur Florian Harms. Außerdem geht es um die dramatische Lage Afghanistans. Nach der Rückeroberung des Landes durch die Taliban stellen sich viele Fragen: Wie geht es nun weiter? Sollte die Bundesregierung mit den Taliban verhandeln? Und: War der 20 Jahre dauernde Einsatz der westlichen Koalition am Ende umsonst?
Die Anschläge in Kabul erinnern schmerzlich an die Verantwortung der Bundesregierung in Afghanistan. Angela Merkel sollte besonders zwei Sätze ihrer Regierungserklärung bereuen.
Die Tragödie in Kabul hat Folgen für Deutschland: Noch einmal kann der Westen Afghanistan nicht im Stich lassen. Deshalb wird es jetzt teuer.
Die Evakuierungen vom Flughafen Kabul enden noch in dieser Woche. Viele Ortskräfte und Aktivisten werden zurückbleiben – und müssen wegen der fatalen Fehler des Westens um ihr Leben fürchten.
Markus Söder, Robert Habeck und Kevin Kühnert waren lange populärer als Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz. Doch die letzten drei haben eine Fähigkeit, die wichtiger ist.