Täglich mehr wissen
00:00:00: Social Media Akteure und auch solche Fake-Accounts.
00:00:02: Ich sage das immer, beschreibe das immer als eine Art fünfte Gewalt.
00:00:06: Wenn wir diese fünfte Gewalt, so der eben auch, Leute wie ich, aber solche Fake-Accounts gehören, die massiv Einfluss auf unter anderem Wahlen nehmen, wenn wir das überhaupt als Gefahr nicht anerkennen, ja dann machen wir schon alles falsch.
00:00:19: Immer mehr Menschen informieren sich nicht mehr nur über klassische Nachrichtenformate, sondern über soziale Medien.
00:00:24: Zum Beispiel bei Instagram, TikTok oder YouTube.
00:00:27: Jedes Medienhaus in Deutschland hat mittlerweile ganze Social Media Redaktionen und nutzen diese genannten Plattformen.
00:00:34: Daneben gibt es auch sogenannte News-Influencer, die politische Themenaufgreifen und aktuelle Ereignisse einordnen, in den allermeisten Fällen mit einer sehr klaren politischen Haltung.
00:00:45: Sie erreichen dabei hunderttausende Menschen zu meist der jungen Generation.
00:00:50: Einer von ihnen ist Fabian Krischkat.
00:00:53: Er ist bekannt für seine klare Haltung.
00:00:55: Wir wollen uns heute mit der Frage beschäftigen, ist das eine zeitgemäße Form politischer Informationen?
00:01:00: Ist sie näher dran und verständlicher?
00:01:03: Oder ist sie zu kurz gefasst und entsteht hier eine Abhängigkeit von Algorithmen, Reichweite und persönliche Haltung?
00:01:10: Und weil die Arbeitszeiten-Debatte voll im Gange ist, wollen wir am Ende der Folge in unserem Fragenhagel noch herausfinden, wie viele Stunden ein News-Influencer eigentlich so arbeitet und was er dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder über den Fabian Krischkat so einige Videos erstellt hat, gerne persönlich sagen möchte.
00:01:28: Das beräten wir heute mit der Online-Chefredakteur Florian Harms.
00:01:31: Hallo.
00:01:32: Hallo in die Runde.
00:01:33: Und mit Fabian Krischkat.
00:01:35: Vielen Dank für dein Besuch.
00:01:36: Hallo, danke, dass ich hier sein darf.
00:01:37: Ich bin Nicole Fuchs-Wiecher.
00:01:38: Ich freue mich, dass Sie zuhören.
00:01:42: Fabian, ich habe mal so ein bisschen auf deinem Instagram-Kanal mich umgesehen und habe festgestellt, du hast wirklich wahnsinnig viele Menschen, die dir da folgen.
00:01:51: Du hast auch eine große Abrufzeit von deinen Videos, also so zwischen neunzigtausend und einer Million ist ja eigentlich so gut wie alles dabei.
00:01:59: Erklär uns kurz, warum holen sich so viele junge Menschen bei dir die Nachrichten und was ist ihr Feedback an dich?
00:02:05: Ich muss ehrlicherweise sagen, ich glaube im Vergleich auch mit anderen Influencern auf der Plattform habe ich gar nicht mal so viele Menschen, die mir dort folgen.
00:02:14: Wenn man das jetzt auf eine gedruckte Auflage übertragen würde, da würden wahrscheinlich einige Zeitungen heute doch dann von Träumen, aber ich nehme das gar nicht als so groß wahr.
00:02:24: Vermutlich schaffe ich es immer mal wieder, ganz gut, nicht immer, aber immer mal wieder, komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie... Erträglicher sind und dass sie auch, wir reden da immer von Snackable sind, dass man ein großes Thema so runterbricht, dass man natürlich nicht alle Facetten präsentieren kann, aber dass man zumindest mal davon gehört hat und es wahrgenommen hat.
00:02:48: Und das versuche ich auf eine recht humorvolle Art.
00:02:51: Wie gesagt, das gelingt mir mal besser, mal weniger gut und anscheinend finden das ein paar Menschen gut und folgen dann da auch mal rein.
00:02:59: Ja, ein paar Menschen.
00:03:00: Florian, du hast ja eher einen kritischen Blick auf die Nachrichten in den sozialen Medien bzw.
00:03:04: die sozialen Medien insgesamt.
00:03:06: Erklär uns kurz, wo da für dich
00:03:08: das größte Problem liegt.
00:03:09: Ja, ich bin Gott froh, dass es Menschen wie dich gibt, Fabian, die auch in den sozialen Medien wirklich qualitativ hochwertige Beiträge veröffentlichen, da viele Menschen erreichen, genau wie du es gerade geschildert hast.
00:03:21: Das ist die Tat, will ich mir einraben.
00:03:22: Das darfst du dir gerne an die Wand hängen.
00:03:24: Aber... Die sozialen Medien und die Art und Weise, wie diese Algorithmen funktionieren, wie die Filterblasen funktionieren, sind in meinen Augen eine große Gefahr.
00:03:34: Weil es eben nicht so ist, dass sie genauso kontrolliert werden können bzw.
00:03:38: dass sie genauso transparent funktionieren wie traditionelle Medien, die ja alle eingeschlossen T-Online, eingeschlossen Zeitung, eingeschlossen Radio nach bestimmten Standards arbeiten.
00:03:48: Die Betreiber der digitalen Medien behaupten immer, sie seien keine Medien, sie seien Plattformen.
00:03:55: zur Verfügung stellen, auf dem jede und jeder dann machen darf, was er oder sie will.
00:03:59: Ich glaube, das ist zu kurz gegriffen.
00:04:01: Sie haben längst große Teile der Funktionen traditioneller Medien übernommen und ersetzt, aber sie tun das eben nicht in einer transparenten Art und Weise.
00:04:09: Sie sperren de facto Millionen Menschen in kleine Filterblasen ein, wo sie dann ihr eigenes Weltbild wieder und wieder bestätigt sehen und sich langsam radikalisieren oder wo sie unvermittelt auf Inhalte stoßen, die sie verstören.
00:04:23: Also es kann beispielsweise passieren, dass wenn man durch den X-Feed-Scrollt, das was früher Twitter hieß, dass man dann zwischen belanglosen Katzenvideos und politischen Nachrichten einfach mal eine Enthauptung sieht.
00:04:34: Und da tut niemand was dagegen.
00:04:37: Und wenn man dann noch weiß, dass das auch bei Kindern passieren kann, dann ist es wirklich so, dass wir uns das nicht länger erlauben können.
00:04:43: Frau, wenn dein berufliches Umfeld findet ihr auf genau diesen Plattformen statt, wie fühlt sich das an, für dich zu wissen?
00:04:50: Ja, quasi ist letztlich von den Entscheidungen einiger weniger Tech-Konzerne abhängt.
00:04:54: Dein Job jetzt.
00:04:56: Ja, Florian Hamst hat einen guten Punkt gerade schon angesprochen.
00:04:59: Diese mangelnde Transparenz ist auch für uns Creator auf diesem Plattform unerträglich und furchtbar.
00:05:06: Und zwei Dinge stören mich natürlich daran, dass zum einen wissen wir gar nicht, wie diese Algorithmen funktionieren.
00:05:10: Also auch wir, die tagtäglich dort Content produzieren, können das oft nur erahnen.
00:05:15: Wir versuchen dann, gewisse Mechaniken zu analysieren, aber am Ende des Tages haben wir keine Ahnung, wie diese Algorithmen genau aufgebaut sind.
00:05:22: Also da fehlt eine völlige Transparenz.
00:05:25: immer mal wieder eingefordert, auch seitens der EU, bisher aber relativ erfolglos und man muss auch fairerweise sagen, bisher mit relativ wenig Druck immer nachgegangen ist.
00:05:34: Und auf der anderen Seite natürlich können Konsumentinnen auch gar nicht entscheiden, welchen Algorithmus sie zum Beispiel gerne auf der Plattform hätten.
00:05:43: Das wäre ja auch ein Herangehensweise, dass die Plattform sagen, gut, wenn du eher ein Wissensalgorithmus haben möchtest, du interessierst dich für Nachrichten.
00:05:49: Das heißt, wir spielen ja jetzt von Tier Online, aber auch Fabian Grisch hat mehr Beiträge rein.
00:05:53: Dann gäbe es Menschen, die sagen, ah, Nachrichten, das konsumiere ich so schon viel, ich hätte gerne nur... Katzenvideos.
00:05:58: Das wäre ja toll, wenn man diese Algorithmen auswählen könnte.
00:06:00: Das war früher, bevor die Plattformen so algorithmisch getrieben waren, ja noch möglich, als man dann seine... Accounts abonniert hat, sich quasi wie im linearen Fernsehen so die Senderliste zusammengestellt hat, das ist heute überhaupt nicht möglichen.
00:06:14: Das wären zwei Punkte, also zum einen, dass die Plattform mal ansatzweise Transparenz über die Algorithmen schaffen und dass sie auch die Möglichkeit bieten, einen bestimmten Algorithmus auszuwählen, wenn, glaube ich, zwei Schritte dies für alle Seiten erträglicher machen, auf diesem Plattform zu navigieren.
00:06:30: Schauen wir ganz kurz nach Australien und nach Spanien, denn nach Australien plant jetzt Spanien ein Verbrut von Social Media für unter-sechzehnjährige.
00:06:37: Der Ministerpräsident von Spanien, Petro Sanchez, will die Jugendlichen vor dem, so sagt er, das digitalen Wilden Westen beschützen.
00:06:45: Fabian, was hältst du von so einem Verbot, wenn das jetzt auch in Deutschland kommen würde?
00:06:50: Würdest du damit Follower verlieren?
00:06:52: Laut offiziellen Instagram-Statistiken recht wenig.
00:06:55: Aber ich betone hier auch das Wort offiziell, denn auch ich habe mich auf diesem Plattform schon mit zwölf, dreizehn Jahren rumgetrieben und war da natürlich auch schon, ich glaube, neunzehn oder zwanzig.
00:07:08: Deswegen, wenn ich in meine Audience schaue, dann steht da immer, dass die Überwiegend so vierundzwanzig bis dreißig ist.
00:07:14: Ich denke, da sind noch viele deutlich jüngere dabei.
00:07:18: würde bestimmt, wenn man das konsequent messen würde, wer ist jetzt wirklich unter unter sechzehn, da würde ich ein paar Follower verlieren.
00:07:24: Aber ich glaube in dieser Debatte ist es weniger entscheidend, ob jetzt Fallbein Grischkart Follower verliert, sondern ich glaube das grundsätzliche ein Social Media Verbot, was ja immer wieder debattiert wird, wo ich auch das Gefühl habe, dass sich da gerade in der in der Politik einige Ja, recht ungeschickt immer mal wieder äußern oder auch versuchen diesen Diskussion zu entfliehen.
00:07:44: Philipp Amthor wurde letztens, ich glaube, es war bei Markus Lanz oder Maysperger, versucht ein bisschen darauf festgenagelt zu werden und hat auch immer mal wieder ein bisschen rumgedruckst.
00:07:55: Also da wäre eine klare Haltung der der Politik vermutlich sinnvoll.
00:07:59: Aber ich glaube, die ist aktuell nicht da, weil sie weil sie einfach nicht da ist.
00:08:02: Also ich glaube, da gibt es ganz viele Meinungsverschiedenheiten.
00:08:05: Auch ich war mir lange Zeit nicht sicher, wie ich zu so einem Social Media-Verbot stehen sollte.
00:08:08: Heute sage ich, ich sehe es eher kritisch, als dass ich es befürworte.
00:08:13: Gerade auch mit sechzehn, ich glaube, über.
00:08:15: Vierzehn können wir sprechen, aber zwischen vierzehn und sechszehn sollte man spätestens an sozialen Medien herangeführt werden.
00:08:22: Ich sehe ein zu hohes Risiko, wenn man das von vornherein verband und dann wird man da quasi ins kalte Wasser geworfen.
00:08:28: Ich glaube, das kann langfristig und das wissen wir heute noch nicht.
00:08:31: Die ersten Länder, wie jetzt zum Beispiel in Australien, die rollen das ja gerade aus.
00:08:35: Wir wissen ja gar nicht, wie sich das in fünf und zehn Jahren auf junge Menschen und auf eine Gesamtgesellschaft auswirkt.
00:08:40: Und ich glaube... Dieses Risiko ist doch deutlich höher als pauschal zu sagen, nein, wir machen das jetzt auch einfach mit sechzehn darunter, wie gesagt zwölf oder vierzehn sind zu grenzen.
00:08:50: Ich glaube, da könnte man drüber debattieren, aber spätestens ab vierzehn sollte man die Möglichkeit haben, in irgendeiner Form in sozialen Netzwerken Erfahrungen zu machen und zu partizipieren.
00:08:59: Florian, Social Media Verbot für untersechzehnjährige, wie siehst du das?
00:09:03: Ich glaube, dass das ein Notwehr ist.
00:09:05: Und zwar aus dem Grund, den Fabian Eingangsschilderte.
00:09:08: Es gibt eigentlich alle Instrumente, die es bräuchte, um diese Plattform transparenter zu machen und um die Konzerne dazu zu bewegen, deutlich zu machen, nach welchen Algorithmen, nach welchen Mechanismen sie funktionieren.
00:09:23: Diese Instrumente sind niedergelegt in EU-Verordnungen, insbesondere dem Digital Services Act.
00:09:30: der also für alle Länder in der Europäischen Union gelten sollte, der aber nicht durchgesetzt wird, weil die Kommission in Brüssel, aber auch die Regierenden in den Ländern, die rache Donald Trumps fürchten.
00:09:42: Das sagen die auch so.
00:09:43: Und immer, wenn man einen kleinen Schritt wieder vorwärts geht und sagt, wir machen da jetzt was, dann kommt wirklich ein Proteststurm aus Washington, dann kommen Beschimpfungen wie jetzt im Fall gegen die Spanier.
00:09:54: Dann äußern sich Elon Musk und andere auf unflädigste Art und Weise, weil sie natürlich ihr Geschäftsmodell bedroht sehen, weil sie Milliarden damit schäffeln, Menschen nach Strich und Faden mit ihren digitalen Algorithmen zu betrügen, einzusperren in kleine Filterblasen.
00:10:10: Wie geht man damit um?
00:10:11: Ich glaube, ein schlichtes Verbot ist eine Möglichkeit, dem mal jetzt was entgegenzusetzen.
00:10:18: Eigentlich ist es aber zu kurz gesprungen.
00:10:20: Wir müssen die Mechanismen dieser sozialen Medien offenlegen, transparent machen und besser kontrollieren, sowie auch alle anderen Medien einer Kontrolle unterliegen.
00:10:29: Ich gebe nochmal ein Beispiel, was mir da immer gerne einfällt.
00:10:32: Wenn ein Chefredakteur einer Zeitung oder eines Online-Portals irgendjemanden hat, der in seiner Publikation jemandem anderen damit droht, ihn umzubringen, also eine Morddrohung, dann ist der Chefredakteur dafür juristisch verantwortlich, dann werde ich belangt.
00:10:46: Wenn jemand anders auf Facebook, auf X, auf TikTok, jemand einer Morddrohung konfrontiert, passiert nichts, gar nichts.
00:10:52: Weil diese sozialen Medien und ihre Digitalfürstenden sagen, ja wieso, wir sind ja nur Plattformen.
00:10:58: Dagegen muss endlich was getan werden.
00:11:00: Und ich glaube, dass man jetzt in einzelnen Ländern wie Australien oder Frankreich oder Spanien sagt, wir machen das jetzt mal mit einem Verbot, ist wirklich einfach nur eine Notwehr, eine kurze Handlung zu sagen, so geht es nicht weiter.
00:11:12: Aber natürlich muss man dann überlegen, was sind denn eigentlich bessere Instrumente?
00:11:16: Total, wenn ich da noch einen Punkt ergänzen darf, es erinnert mich immer unglaublich an Debatten, die wir auch schon vor Jahren Jahrzehnten geführt haben, wenn es um Drogenpolitik ging.
00:11:25: Also Drogen verbieten oder vielleicht doch erlauben in der Hoffnung, dass es dann von alleine irgendwie abnimmt.
00:11:32: Aber Social Media, gleich jetzt irgendwie mit Heroin oder Greg oder Kucker ihn zu setzen, halte ich für fatal.
00:11:39: Also, weil man an diesem Punkt ja auch schon den Kampf eigentlich aufgegeben hat.
00:11:43: Aber es ist eben nicht.
00:11:45: So, wir können die Droge Social Media auch noch in eine deutlich harmlosere, abgeschwächte, transparentere, menschenzentriertere und menschenfreundlichere Richtung bewegen.
00:11:56: Wir müssen da nur Druck aufbauen.
00:11:57: Und ich habe so ein bisschen die Befürchtung, je mehr Länder pauschal diese Social Media Verbote einführen, das ein bisschen als hätte man irgendwie gegen die Drogenkartelle aufgegeben.
00:12:07: und jetzt sagt man einfach, ja, wir verbieten das und gehen da rigoros vor.
00:12:09: Aber ich habe noch ein... bisschen die Hoffnung, dass auch amerikanische Tech-Konzern auch in diesen Zeiten nicht gleich narkos.
00:12:18: sind und dass wir da auch noch Wege diplomatisch und mit langen Verhandlungen und einem langen Atem finden werden können und müssen, um eben nicht Social Media zu einer brandgefährlichen Droge verkaufen zu lassen.
00:12:29: Wir sind leider auf einem sehr, sehr, sehr guten Weg.
00:12:32: Gerade dahin aber, wie gesagt, nagert mich darauf fest, wahrscheinlich werde ich in zwei Jahren diese Aussage hier zurückziehen, aber noch habe ich die Hoffnung nicht ganz aufgegeben und möchte Social Media nicht in einen Topf mit harten Drogen und wir müssen die Kinder davor schützen, werfen.
00:12:44: Der
00:12:44: Drogenvergleich ist aber treffend, denn das, was diese Algorithmen in den Kinderhörnern anrichten.
00:12:49: Das lässt sich vergleichen mit dem, was Drogen dort anrichten.
00:12:52: Das ist jetzt an meinen eigenen Kindern.
00:12:54: Nicole, sozusagen, du kannst dich davon nicht lösen.
00:12:57: Du bist süchtig danach, permanent weiter zu scrollen, zu gucken, was kommt da noch, was kommt da noch, was kommt da noch.
00:13:02: Und das macht was mit dem Gehirn.
00:13:04: Und er muss eingeschritten werden.
00:13:06: Wir können es nicht uns erlauben, auch als Gesellschaft nicht erlauben, dass ganze Generationen hier süchtig werden nach diesen Mechanismen.
00:13:14: und dann eben nicht mehr teilnehmen am Rest des gesellschaftlichen Lebens.
00:13:17: Es ist noch und noch ein Studienbelegt auch im Folge der Corona-Pandemie.
00:13:22: dass viele junge Menschen vereinzelt, dass sie weniger soziale Kontakte haben, dass sie denken, sie würden mit ganz vielen Leuten Kontakt haben.
00:13:28: Es ist aber nur virtuell und das verändert ja ihr persönliches Leben.
00:13:33: Deshalb, da muss was passieren, eben erst recht, weil auch Fabian hat es angesprochen, die Medienkompetenz fehlt und weil auch in den Schulen zum Beispiel nicht gut genug darüber aufgeklärt wird, wie man diese Instrumente, wie man diese Plattform nutzen kann.
00:13:44: Jetzt ist ja Social Media ein sehr schnelllebiges Business.
00:13:46: Fabian.
00:13:47: Für eine ausführliche Einordnung von mehreren Minuten bleibt ja tatsächlich oft gar kein Raum.
00:13:51: Viele Inhalte müssen da wirklich in kürzester Zeit funktionieren.
00:13:55: Du sagst das Snackable.
00:13:58: Führt das am Ende dazu, das komplexe Themen zu stark vereinfacht
00:14:01: werden?
00:14:03: Nun, die Alternative wäre ja, dass wir uns mit diesen Thematiken womöglich gar nicht mehr beschäftigten.
00:14:10: Also ein junger Mensch.
00:14:12: Ein sogenannter Gensieler, der steht nicht morgens auf und geht zum Kiosk und kauft sich da die Tageszeitung.
00:14:18: Das wäre schön.
00:14:19: Ich lese auch noch ab und an Zeitungen, aber auch ich merke, ich greife dann doch schneller zum Handy.
00:14:23: Und ich glaube, dass es mittlerweile in den älteren Generationen, das sehen wir auch in neuen Studien, immer mehr der Fall wird.
00:14:29: Das heißt, Social Medial müssen Nachrichten stattfinden.
00:14:33: Dass man da nicht immer direkt in die Tiefe gehen kann, dass natürlich ein Instagram real, ein TikTok deutlich schneller gestaltet werden muss, als es jetzt der lange Zeit- oder Tier-Online-Artikel ist, das ist klar.
00:14:47: Aber ich glaube eben, wir sind über den Punkt hinaus, dass wir uns das erlauben können, zu diskutieren, ob das gut oder schlecht ist, sondern das ist eben die Realität, in der wir gerade sind.
00:14:56: Beispiel im letzten US-Wahlkampf.
00:14:59: haben immer, wenn es eine Debatte gab zwischen Trump und Harris bei TikTok, Trump und Harris und Trump Debate, die Trends dominierten.
00:15:06: Das waren also Suchbegriffe, die haben Menschen dort eingegeben auf der ganzen Welt.
00:15:10: Viele Menschen, die eben auch diese Debatte überhaupt nicht in Gänze verfolgt haben, die wollten dann früh morgens wissen, am liebsten innerhalb von einer Minute, wer hat gewonnen, wer hat sich besser geschlagen, was war die wahnsinnigste Aussage von Trump.
00:15:23: Und ich finde das auch schlimm.
00:15:24: Ich finde es auch tragisch, dass wir so sehr wissen verkürzen müssen.
00:15:29: Und doch finde ich es wichtig, dass man dann dort stattfindet, weil beim genannten Beispiel haben wir gesehen, dort gab es Influencer aus dem Magerlager, die natürlich sofort gesagt haben, was Harris gesagt hat, das ging ja überhaupt nicht.
00:15:41: und hoch lebe Donald Trump.
00:15:43: Wenn nur das dort stattfindet und das findet dort statt, die haben nämlich auch einen sehr langen Atem, dann haben wir ein noch viel größeres Problem als das Problem, gerade auch junge Menschen nicht mehr in die Tiefe bei diesen Themen gehen.
00:15:55: Aber auch das, dass man überhaupt mal von so einem Thema gehört hat und dann stoße ich zum Beispiel ein paar Stunden später auf ein Online-Artikel oder ich sehe doch ein längeres Long-Fort-Format.
00:16:05: Auch die kommen wieder bei bei jungen Menschen auf YouTube.
00:16:08: Da schalte ich dann doch eher ein, wenn ich zumindest im Ansatz schon mal mich mit der Thematik beschäftigt habe.
00:16:14: Ich bin auch nicht zufrieden, aber ich glaube, es führt gerade kein Weg daran vorbei und es überhaupt nicht zu tun, wäre eine Bankrotterklärung gegenüber den Feinden von Presse, von Freiheit, von Demokratie und von Menschlichkeit.
00:16:27: Dann überlassen wir es aber gerne Menschen wie dir, die das besser können, glaube ich, als ihre Redakteure.
00:16:31: Wirklich.
00:16:32: Ich schaue ein bisschen anders drauf, was die Tätigkeit von der Redaktion wie dir online anbelangt.
00:16:37: Wir halten uns redaktionell in den sozialen Medien stark zurück.
00:16:40: Ich glaube nicht, dass es unsere Aufgabe ist, als Medium in den sozialen Medien dafür zu sorgen, dass es dort eine differenzierte, eine ausgewogene Berichterstattung über die großen Themen gibt, die Deutschland und die Welt bewegen.
00:16:53: Wir versuchen eher Menschen dazu zu bewegen, auf unsere Plattformen zu kommen, wo wir sie dann mit ganz unterschiedlichen Formaten in Text, in Foto, in Video, in Audio hoffentlich beglücken können.
00:17:04: Man kann, glaube ich, als großes Medium, wo man sicher auch refinanzieren muss, eigentlich nicht gewinnen, wenn man in diesen sozialen Medien unterwegs ist, weil man, wenn man das Ganze mal als Geschäftsmodell betrachtet, kaum einen Nutzen daraus sieht, diese sozialen Plattformen.
00:17:19: Unterbinden mittlerweile weitgehend sogenannte Linkouts, also dass man nach einem Beitrag dann durch einen Link auf eine andere Website gelangt, wie beispielsweise die von T-Online.
00:17:29: Das war früher anders.
00:17:30: Da war dieses Spiel auch ein anderes.
00:17:32: Und weil eben diese Plattformen dafür sorgen, dass sie mittlerweile eigentlich wie kleine geschlossene Universen funktionieren und versuchen möglichst viele Menschen innerhalb dieser Universen ja einzusperren, ist es für uns Medien, andere Medien, auch Digitalmedien eben so schwer.
00:17:49: damit irgendwie umzugehen und das einzige was man sich überlegen kann ist da ein bisschen marketing zu machen.
00:17:54: also hallo hier gibt es auch noch die tagesschau hallo hier gibt es auch noch t online.
00:17:59: Ich schaue gleich wohl kritisch drauf.
00:18:01: Übrigens auch auf die Art und Weise, wie diese Konzerne dann ihr Geschäftsmodell da betreiben.
00:18:06: Das betrifft uns als Theorien in Unmittelbar.
00:18:08: Wir sind ja komplett kostenlos.
00:18:09: Das heißt, wir finanzieren uns durch Werbung.
00:18:11: Und wir sind angewiesen auf dieselben Werbegelder, die auch von TikTok, von Meta und von anderen Digitalkonzernen beansprucht werden.
00:18:18: Und immer mehr von diesem Werbegeld, wenn also deutsche Firmen werben, geht zu den Social Media Kanälen.
00:18:24: Weil die sehr geschickt darin sind, diesen Firmen vorzugaukeln, dass sie bei ihnen sogenannte qualitative Reichweite bekommen.
00:18:31: Viel, viel, viel mehr Menschen erreichen angeblich als auf den traditionellen Plattformen.
00:18:36: Wenn man genauer reinschaut, sieht man, dass viele dieser Zahlen schlicht und einfach quatscht sind.
00:18:41: Die sind gefälscht.
00:18:42: Es gibt auch Enthüllungen darüber.
00:18:44: Es ist beispielsweise enthüllt worden, dass Facebook mit vorgegaukelter Reichweite, sechzehn Milliarden Dollar Umsatz gemacht hat.
00:18:53: Also da wurden Werbekunden systematisch in das Licht geführt.
00:18:56: Es ist so, dass Werbekunden nicht kontrollieren können, in welchen Umfeldern ihre Beiträge dann auftauchen.
00:19:01: und dann sind renommierte deutsche Unternehmensmarken, die stehen dann einfach mal neben Pornos oder neben Gewaltvideos oder neben rechtsradikalen Inhalten und die Unternehmen können das gar nicht kontrollieren.
00:19:13: Und das ist hochproblematisch, weshalb ich an alle werbetreibenden Appelliere, guckt euch genau an, wo ihr euer Geld reinsteckt.
00:19:19: Ein Reel geht ja maximal ein paar Minuten.
00:19:21: Das heißt die Aufmerksamkeitsspanne von Usern, die ist sehr gering, wird immer geringer, hat man den Eindruck, wenn das Reel irgendwie nur einen nächsten Wisch entfernt ist.
00:19:31: Fabian, was glaubst du, besteht die Gefahr, das Nachrichten zu überdreht, zu überspitzt präsentiert werden in den sozialen Medien?
00:19:36: Ich würde nur sagen, dass die Gefahr besteht.
00:19:38: Wir beobachten das schon aktuell und auch mir fällt es von Tag zu Tag schwerer.
00:19:44: Ich bin ja großer Fan von guten Journalismus, von Qualitätsjournalismus und versuche mich ja auch an pressrechtliche Standards und den Pressekodex zu halten in meiner Arbeit, aber diese Versuchung das nicht zu tun und ein Thema so zuzuspitzen, das ist eigentlich schon die Meldung völlig verfälscht, mit aber dem Wissen, das wird wahrscheinlich viral gehen.
00:20:03: Also wenn ich so jetzt da reingehe, das stimmt zwar gar nicht, aber das wird auf jeden Fall sich gut klicken.
00:20:08: Also diese Versuchung, die steigt von Tag zu Tag.
00:20:12: Und noch bin ich ihr nicht ganz verfallen und arbeite da wahrheitsgemäß, aber ich beobachte das durchaus.
00:20:20: Und auch hier können wir immer mal wieder einen Blick auch über ein Teich in die USA werfen.
00:20:25: Also da gibt es Newsfluencer, so wie mich.
00:20:27: Die haben aber die zehnfache Reichweite und die berichten schon lange überhaupt nicht mehr wahrheitsgemäß.
00:20:32: Aber es gibt keinen... Bol wäre keine Kontrollinstanz, die dagegen ankommt.
00:20:37: Die werden ja von der Regierung sogar noch ins weiße Haus eingeladen.
00:20:39: Das sind die ersten, die eine Information bekommen.
00:20:41: Wenn Trump eine Information verbreiten möchte, dann tut er das über diese Kanäle.
00:20:45: Nicht mal mehr über Fox News und andere Sender.
00:20:48: Zeitungen New York Times, TNN und Co.
00:20:49: sind sowieso für ihn aktuell völlig irrelevant.
00:20:53: Und... Ähnliche Tendenzen können wir auch in Europa und können wir aktuell auch in Deutschland beobachten.
00:21:00: Und das meine ich eben mit, da brauchen wir unbedingt auch eine Transparenz der Algorithmen.
00:21:05: Da werden wir zumindest verstehen, auf welcher technischen Basis ein Video gut performen kann, wir nicht im Inhalt völlig frei drehen müssen.
00:21:14: Es hat manchmal fast was von Orwell.
00:21:17: Ich kann jedem nur empfehlen, in den Jahr fournachtzig das Buch nochmal zu lesen.
00:21:20: Weil da sehr plastisch beschrieben wird, wie man das macht.
00:21:23: Also wie gelingt es viele Menschen eine ganze Bevölkerung durch Propaganda, durch Lügen komplett zu täuschen.
00:21:32: Und die sozialen Medien sind ein Instrument dabei, wie solche Newsfluencer genau das tun.
00:21:36: Und wenn sie dann noch, wie du es beschrieben hast, mit den Regierungen zusammenarbeiten.
00:21:41: dann wird das Ganze zu einer Bedrohung für unser demokratischen Pluralismus hier in diesem Land.
00:21:46: Und weil du die EU angesprochen hast, in Ungarn sieht man das, in Polen sieht man das.
00:21:51: Man sieht es in Ansätzen der Art und Weise, wie die AfD in Deutschland versucht zu agieren und eine Reichweite zu erzeugen mit Botschaften, die nicht faktenbasiert sind, die wirklich in Teilen die Öffentlichkeit betrügt und hinter das Licht führt.
00:22:05: Da kommen wir zu dem Punkt Fake-Accounts.
00:22:07: Da gibt es einige da draußen.
00:22:08: Fabian, du thematisierst das vielen deinen Videos oder immer wieder.
00:22:12: Zeigen sich Fake-Accounts, die die Debatte beeinflussen.
00:22:16: Was ist dir da in deinen Recherchen so untergekommen?
00:22:18: Gerade vor Wahlen.
00:22:20: Und das sind nicht nur die großen Wahlen für uns Zeichen.
00:22:23: Also die Bundestagswahl oder eine Europawahl.
00:22:26: Das sind auch Landtagswahlen.
00:22:27: Das sind vor allem aber mittlerweile auch Kommunalwahlen.
00:22:31: die man vielleicht gerne mal so ein bisschen übersieht, wenn jetzt in irgendeinem kleinen Dorf ein neuer Bürgermeister oder neuer Bürgermeister drin gewählt wird, haben wir lange Zeit gedacht, das wird Social Medial überhaupt keine Rolle spielen.
00:22:42: Wir sehen aber in den Auswertungen auch der letzten Kommunalwahlen, dass sich auch dort in den Debatten immer mehr Fake-Accounts reinschleichen.
00:22:49: Und das ist eine sehr passive Ausdrucksweise, weil das sind ja also am Ende werden diese Fake-Accounts von Menschen gesteuert oder zumindest in Auftrag gegeben.
00:22:59: Und das ist ein Problem, dass wir immer schwerer in den Griff bekommen, möchte jetzt nicht so sehr abschweifen, aber wenn man sich so eine klassische Gewaltenteilung anschaut, dann haben wir früher immer gesagt, der Journalismus, das ist die vierte Gewalt, so eine Art Kontrollinstanz, sprich auch bei einer Wahl.
00:23:16: Wir berichten über die Parteien und über die Kandidaten, aber wir machen uns nicht gemein mit einer Partei, auch das ganz klar im Pressekodex festgehalten.
00:23:25: So, wir wollen, dass die Wahl eigentlich so frei und objektiv und wie möglich ist und die Wähler am besten informiert werden.
00:23:34: Jetzt haben wir aber durch Social Media Akteure und auch durch solche Fake-Accounts, ich bescheide das immer als eine Art fünfte Gewalt, die wir auch von der vierten Gewalt aus kaum noch analysieren und in den Griff bekommen können.
00:23:50: Also wer genau steckt gerade hinter dem Account, Das finden wir oft erst ein Jahr später heraus, wenn überhaupt.
00:23:56: Also wie oft habe ich da nächtelang schon versucht, irgendwelche Wege von Accounts zurückzuführen und bin doch gescheitert.
00:24:06: Und wenn wir das nicht ernst nehmen, sein erster Schritt ist ja, sich überhaupt mal klar zu machen, was das für ein Problem ist.
00:24:13: Wenn wir diese fünfte Gewalt, so der eben auch, Leute wie ich, aber solche Fake-Accounts gehören, die massiv Einfluss auf unter anderem Wahlen nehmen, auf die Meinungsbildung nehmen, auf ein gesellschaftliches Miteinander, wenn man das so hochfassen möchte im Allgemeinen.
00:24:25: Wenn wir das überhaupt als Gefahr nicht anerkennen, ja dann machen wir schon alles falsch.
00:24:29: Also das wäre mal so der erste Schritt, mein Bundesland.
00:24:33: dass, wie ich finde, da gerade einen ganz guten Weg geht, zum Beispiel Nordrhein-Westfalen, die aber eben auch im letzten Jahr bei der letzten Kommunalwahl gemerkt haben, dass sie bei bestimmten Suchbegriffen zu dieser Wahl, bei bestimmten Debatten auf Plattformen wie zum Beispiel X ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent Bots- und Fake-Accounts hatten, die damit gemischt haben.
00:24:52: Und zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent, also wenn man sich vorstellt, man steht in einem Raum mit zehn Menschen und man diskutiert über ein Thema und zwei von diesen Menschen oder Vielleicht auch drei von diesen Menschen verstärken auf einmal eine Sicht, eine Meinung, eine Seite.
00:25:08: Das macht einen unglaublichen Unterschied.
00:25:11: Und genau, also mein Appell da auch an die Länder, aber natürlich auch an die Bundesregierung ist diese Thematik und dieses Problem auf dem Schirm zu haben.
00:25:20: Und oft habe ich das Gefühl, Das ist gerade noch so ein bisschen nischig.
00:25:24: Also, da schreibt dann auch bei euch bei TierOnline Herr Wynand ein Artikel drüber, auch wunderbar und ist da ja auch immer flott mit dabei.
00:25:32: und ich mach mal da so ein flippiges Reel und auf einmal schreien alle auf und sagen, oh ja, schlimm, schlimm, schlimm.
00:25:37: Aber was passiert denn dann?
00:25:38: Und also dann steuern wir jetzt auch in diesem Jahr wieder in die nächsten Wahlen, in dem Fall jetzt in wichtige Landtagswahlen.
00:25:44: Ich bin nicht verwundert, wenn wir nachher wieder die KI und BOT Auswertung machen und feststellen, oh, da.
00:25:50: wurde ja doch einiges gar nicht von Menschen verfasst und das frustriert mich auch ein wenig.
00:25:56: Florian, was muss da aus politischer Sicht passieren, was glaubst
00:25:59: du?
00:25:59: Wir brauchen als erstes mehr Kompetenz.
00:26:01: Die fehlt nämlich in der Politik, die fehlt in der Bundesregierung, die fehlt auch im Bundestag, also Fachpolitiker, die sich tiefer eingehender mit diesen Problemen beschäftigen können, weil sie sie erst mal verstehen und weil sie sich dafür interessieren.
00:26:14: Es braucht zweitens eine öffentliche Debatte darüber, wie wir mit diesen Problemen umgehen.
00:26:19: Was wollen wir für wahrhaftig halten?
00:26:22: Wie wollen wir mit erwiesenen, falsch Informationen künftig umgehen?
00:26:26: Sollen die einfach denselben Verbreitungsgrad finden wie gegenwärtig?
00:26:30: Oder wollen wir das in welcher Art und Weise auch immer unterbinden oder zumindest transparenter machen, dass das eben falsch ist?
00:26:37: Und dann braucht es Gesetze.
00:26:39: Die Rahmengesetzgebung, die Rahmenverordnungen kommen dabei aus Brüssel.
00:26:43: Das ist mittlerweile ein großer Teil, der eben abgegeben worden ist an die Europäische Union.
00:26:48: Aber die konkrete Frage, wer hat wann Zugang zu diesen sozialen Kanälen?
00:26:53: Und wie werden die reglementiert?
00:26:54: Kann man schon auch durch nationales Recht organisieren?
00:26:58: Das sehen wir jetzt eben an den Beispielen von Frankreich und von Spanien.
00:27:01: Und ich glaube schon, dass die Stimmen, die man jetzt aus der deutschen Politik hört, ja, nein, nein, nein, so wollen wir das nicht machen.
00:27:07: Das können wir uns eh nicht erlauben.
00:27:08: Zu kurz gegriffen sind.
00:27:09: Wir müssen diese Debatte führen, wie wir, ja.
00:27:14: Diese krassierenden Lügenpropaganda, die jetzt alle Orten auf den sozialen Medien unterwegs sind, etwas entgegensetzen.
00:27:19: Denn es bleibt ja nicht dabei, dass es da Menschen gibt, die einfach Quatsch und Stuss verbreiten oder die einfach Lügen über andere in die Welt setzen, sondern diese Kanäle werden ja auch beeinflusst, beispielsweise durch externe Mächte.
00:27:32: Man weiß das, dass es mittlerweile alles aufgearbeitet, zum Beispiel durch das russische Regime.
00:27:36: Das gezielt versucht in den sozialen Medien in Deutschland die Stimmung zu schüren, die Demokratie zu torpedieren, Menschen davon zu überzeugen, dass angeblich hier alles den Bach runter gehe.
00:27:45: Damit müssen wir umgehen, dem müssen wir etwas entgegensetzen.
00:27:48: Und ich glaube nicht, dass sich deutsche Politiker einfach auf die Position zurückziehen können.
00:27:53: Na ja, wer an Wahrhaftigkeit interessiert ist, der wird sie schon finden.
00:27:57: Kurz vor dem Ende unserer Folge wird es noch mal etwas schneller, noch mal etwas persönlicher, vielleicht auch ein bisschen unbequemer.
00:28:02: Das kann ich ja gut.
00:28:03: Sehr gut, dann starten wir mit fünf kurzen Fragen, fünf kurze Antworten in unserem Fragenhagel.
00:28:08: Bitte, bitte.
00:28:08: Fabian, gibt es einen Post, den du im Nachhinein bereust?
00:28:11: Ja, ein Post ist gut.
00:28:12: Es gibt auf jeden Fall mehr als nur einen Post.
00:28:14: Aber ich erinnere mich daran, dass mal im Englischunterricht ein Text, ein Gastartikel von mir vom Spiegel-Klausur relevant auf einmal war, also in einer Klausur thematisiert wurde.
00:28:24: Und dann habe ich auch Spaß gesagt, ja, jeder, der den hatte und eine schlechtere Note, glaube ich, als Vier geschrieben hat, der bekommt von mir so ein Entschuldigungspaket zugeschickt.
00:28:32: Und es haben sich doch erstaunlich viele Klassen und Schüler vor allem aus NRW gemeldet.
00:28:37: Und so musste ich, zwanzig kurz vor Weihnachten, noch Dutzende Entschuldigungs... Pakete schicken.
00:28:42: Hätte ich mal lieber nichts dazu gesagt.
00:28:43: Das klingt nach Arbeit auf jeden Fall.
00:28:46: Arbeit,
00:28:46: apropos, liehst du denn alle Kommentare unter deinen Beiträgen?
00:28:49: Ich lese tatsächlich alle Kommentare.
00:28:51: Ich beantworte nicht alle Kommentare.
00:28:52: Ich würde die Frage aber weitergeben an Paul Rondzheimer, der ja immer beim Abschluss jeder Folge seines Podcasts sagt, dass er auch da alle Kommentare liest und ich bin mir unsicher, da er wirklich jeden Tag eine Folge raushaut, ob das wirklich stimmt.
00:29:04: Müsste ihn mal fragen.
00:29:05: Diese Frage nehmen wir definitiv mit.
00:29:08: Kommen wir zur Frage drei.
00:29:09: Mit wem würdest du gerne ein Streitgespräch führen und mit wem eher nicht?
00:29:14: Streitgespräch bedeutet ja, dass die Person anderer Meinung sein muss als ich.
00:29:17: Gerne würde ich mit Philipp Amthor sprechen.
00:29:20: Ich halte Philipp Amthor für sehr schlau, gut gebildet, rhetorisch immer wieder sehr, sehr gut.
00:29:26: Und doch sind wir in vielen Punkten wahrscheinlich anderer Meinung.
00:29:29: Mit wem würde ich ungern sprechen.
00:29:31: Das ist jetzt eine sehr platte Antwort, aber tatsächlich Alice Weidel.
00:29:35: Nicht, weil ich mich dieser Konfrontation nicht stellen wollen würde, aber sie bricht ja so gerne auch Interviews ab.
00:29:40: Und ich glaube, dass ich hier sitze und Alice Weidel verlässt zuerst den Raum.
00:29:44: Das ist eine Kränkung für mein Leben, die möchte ich mir nicht antun.
00:29:47: Kurzer Exkurs zur Arbeitszeitdebatte.
00:29:49: Wie viele Stunden am Tag oder an der Woche arbeitest du?
00:29:52: Ich kann Frau Kornemann, ich kann auch Herrn Merz beruhigen.
00:29:55: Es sind deutlich über vierzig Stunden.
00:29:57: Ich bin aber auch jetzt nicht der Regelfall.
00:30:00: Ich bin selbstständig und arbeite, glaube ich, am Ende des Tages oft zu viel als zu wenig.
00:30:05: Und wenn wir jetzt über diesen Furchtbaren-Besuf-Livezeit, Teilzeit gesprochen haben, ich glaube, vielen selbstständigen passiert es schnell mal, dass sie in einer Art hat Lifestyle Burnout reinrutschen und das ist noch schlimmer als zu wenig zu arbeiten.
00:30:19: Deswegen passt auf euch auf.
00:30:21: Ich versuche es auch mehr zu tun, aber aktuell, glaube ich, kann der Kanzlerstolz auf mich sein.
00:30:25: Du erstellst ja viele Videos, in denen es um Markus Söder geht.
00:30:27: Oh Gott.
00:30:28: Ist der Bayerische Ministerpräsident, wenn du ihm mal persönlich gegenübersetzen würdest, was wäre deine Botschaft an ihn?
00:30:35: Das ist die absolut schlimmste Frage.
00:30:38: Ich glaube eine konkrete Botschaft Hätte ich gerade gar nicht, ich würde ihn einfach fest in den Arm nehmen und dann ihm in seinen Ohr flüstern, dass jetzt alles gut wird und auch mit dem Länderfinanzausgleich, das bekommen wir hin ohne Bremen und das Saarland abzuschaffen und wahrscheinlich würde eine kleine Träne seine Wange runter kullern und die Welt wäre besser.
00:30:57: Das ist sehr emotional.
00:30:59: Sollte Markus Söder diese Botschaft hören, dann würde mich auch sehr seine Botschaft an dich interessieren.
00:31:04: Schauen wir mal, Herr Söder, wenn Sie das hören, dann melden Sie sich gerne bei uns oder bei Fabian Krischkat?
00:31:08: Bitte.
00:31:10: Wir sind damit am Ende unserer heutigen Folge vom Tagesanbruch die Diskussion.
00:31:14: An der Stelle einen herzlichen Dank an Fabian Krischkrat für dein Besuch.
00:31:17: Ja vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
00:31:19: Und danke Florian, haben Sie das Gespräch?
00:31:21: Vielen Dank und bleiben Sie uns gewogen.
00:31:23: Liebe Hörer, ich hoffe, Ihnen hat die Folge gefallen.
00:31:25: Haben Sie uns was zu sagen?
00:31:26: Dann melden Sie sich gerne unter Podcasts at Theonline.de oder Sie schicken uns eine Sprachnachricht.
00:31:30: Sie erreichen uns nun auch über WhatsApp.
00:31:32: Die Nummer finden
00:31:33: Sie in den Shownotes.
00:31:34: Was bewegt Sie?
00:31:35: Worüber sollten
00:31:36: wir in der nächsten
00:31:37: Folge sprechen?
00:31:38: Melden Sie sich sehr gerne.
00:31:39: Außerdem freuen wir uns über eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts.
00:31:43: Mit Ihren Bewertungen helfen Sie uns, noch mehr Menschen zu erreichen.
00:31:46: Danke fürs Zuhören.
00:31:47: Bis bald.